THE CARDINAL:  Chicago-Washington, DC

  • Die Eisenbahn hat den amerikanischen Kontinent erschlossen, aber von den grossen Zeiten der Pioniere ist nicht mehr viel übrig. Wer heute mit Amtrak fährt, erntet meist ein mitleidiges Lächeln. Schlimmer noch: Wer bei Amtrak arbeitet, gilt als traurige Existenz.
    Klar wird all das auf einer Reise mit dem “Cardinal”. Es ist eine landschaftlich wunderschöne Route, entlang von Bergbächen durch wilde Täler. Dass der Zug quietscht, kriecht und schon bald 3-4 Stunden Verspätung hat, dürfte also nicht weiter schlimm sein – wenn sich die Fenster öffnen liessen, wenn man bei den endlosen Zwischenhalten aussteigen könnte. Die Schlafwagen aus den 60er Jahren, die Amerika bereits millionenfach durchquert haben, wären zu ertragen – wenn man sie irgendwann mal sauber gemacht hätte. Die Mahlzeiten im engen Bistrowagen sollten reichen – wenn mehr da wäre als Salat mit braunem Rand und künstlicher Sauce und zähes Chicken aus der Microwelle. Beinah gut, dass den genervten Zugbegleitern schon bald die Verpflegung aus geht.
    25 Stunden von Chicago nach Washington zum Wucherpreis. Das Flugzeug braucht 90 Minuten. Auch als Zugfan sollte man lieber fliegen.

 

 

TRANSSIBIRISCHE EISENBAHN: Moskau-Ulan Bataar

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